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Sitzt die Frisur noch? Hat sich das Make-Up schon verabschiedet oder passt noch alles? Als wäre es nicht schon schwer genug, sich für gesellschaftliche Anlässe hübsch zu machen, nagt dann auch noch die stetige Sorge ums gute Aussehen an einer Frau. Wann darf sie ungehemmt den Spiegel zücken und das Make-Up aufbessern – und was verbieten die Beauty-Etikette? Eva Ruppert, Inhaberin des Trainingsinstitutes SolVentureCom, ist seit 12 Jahren als Imagetrainerin und Beraterin tätig. Sie klärt uns über die Beauty-Tabus in Gesellschaft auf. "Eine gepflegte Frisur gehört zum überzeugenden Auftritt und fordert deshalb auch große Aufmerksamkeit. Nicht jedoch vor anderen Personen. Wer ständig an den Haaren herumzupft oder diese immer wieder aufs Neue korrekt zu platzieren versucht, macht einen eher nervösen Eindruck. Auch die Hände sollten auf jeden Fall einen gepflegten Eindruck machen, was jedoch nicht bedeutet, sich in Gesellschaft anderer die Nägel zu reinigen oder die Hände einzucremen. Das wirkt auf andere nur peinlich. Beim Lippenstift sieht das anders aus: Die Dame darf sich heute bei Tisch nach dem Essen dezent die Lippen nachziehen. Aber Vorsicht: Lippenstift gehört nicht an Gläserränder! Also wenn überhaupt bei Tisch, tragen Sie ihn nach dem Ende des Menüs auf. Bedenken Sie: Das künstliche Auffrischen des Teints hat etwas von Vertuschen und sollte, so finde ich, äußerst diskret ausgeführt werden. Auch sollte es nie zum Toilette machen ausarten, nicht bei Tisch, nicht in der Bahn oder sonstiger Gesellschaft. Tun Sie auch beim Parfum des Guten nicht zuviel. Verwenden Sie Sorgfalt bei der Auswahl Ihres Duftes. Tagsüber und im Sommer sollten eher leichte Düfte aufgelegt werden, abends oder im Winter kann der Duft etwas intensiver sein. Ausnahme: Bei Tisch. Hier sollte kein Parfum aufgelegt sein, da die Duftaromen häufig in Konkurrenz treten zu den Geschmacksaromen des Essens." |
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| (Beitrag zum Thema "Beauty-Etikette" aus der Benimm-Serie auf brigitte.de, 09/05) | ||
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