FAQ – Oft gestellte Fragen |
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Lässt man Frauen noch den
Vortritt? Was bringt man mit, wenn man zu einem Abendessen eingeladen wird?
Wie isst man Suppe korrekt? |
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Was Sie schon immer einmal wissen wollten, sich aber nicht zu fragen getraut haben. Wir werden Ihre Fragen gerne beantworten. |
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Wir werden Ihre
Fragen hier in unseren FAQ gern beantworten – auf Wunsch selbstverständlich
anonym.
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Frage von Dorothea Schleicher:
Ich, 180 cm, 69 kg, 64 Jahre ...
Da ich nur flache Schuhe anziehe, ist es mitunter schwierig,
sich schick anzuziehen! Wie sollte der Schnitt der Hose sein und ... ?
Für kleine Anregungen wäre ich sehr dankbar! |
Das Risiko beim Zusammenstellen einer Garderobe für große Frauen besteht in erster Linie darin, dass die dargestellte Körperlänge als „lang-weilig“ oder nicht feminin empfunden werden könnte. Folgende Empfehlungen zielen allein darauf ab, diesem Eindruck entgegen zu wirken:
Ihre Körperlänge gleichen Sie am besten mit Kombinationen in unterschiedlichen Farbabstufungen oder im Materialmix aus, das bringt Abwechslung in die lange Körperstrecke, z. B. ist eine Kombination besser als ein einheitlicher Hosenanzug.
Ihre Oberteile sollten stets einen Ton dunkler als Hose und Rock sein und zwischen dem Hüftknochen und halbem Oberschenkel enden. Ihre idealen Röcke sind knieumspielend, in schwingender A-Form und Ihre Hosen haben eine großzügige Beinweite.
Stoffe, die Ihnen schmeicheln sind eher weich fließend und nicht zu stark strukturiert.
Verzichten Sie nicht auf Schmuck, der den femininen Akzent setzt.
Die Schuhe der kommenden Saison heißen Riemchensandalen, Espandrilles, Clogs, Schnürer und Ballerinas. Glücklicherweise gibt es diese Modelle mit hohem und flachem Absatz zur Auswahl.
Viel Freude bei der Umsetzung, Ihre Eva Ruppert |
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Frage von Viola Müller:
Ich hätte eine Frage an Frau Ruppert. Mein Sohn hat im Frühjahr Konfirmation. Was ziehen denn die jungen Leute heute dazu an? Mit anderen Eltern kann ich mich schlecht beraten, mein Sohn ist der einzige Konfirmand bei uns im Ort.
Ich würde mich sehr über eine Anregung freuen! |
Liebe Frau Müller,
die Konfirmation ist ein Höhepunkt im Leben eines jungen Menschen. Mit ihr bestätigt der Jugendliche seine Taufe und den Eingtritt ins kirchliche Erwachsenenalter. Es ist ein feierlicher Akt und sollte auch durch die Kleidung als solcher gewürdigt werden. Der Look sollte keinesfalls der alltäglichen Straßenkleidung ähneln.
Generell dürfen Kids heute zur Konfirmation anziehen was sie möchten, Sie können aber auch in der jeweiligen Gemeinde nachfragen, was vor Ort als angemessen empfunden wird.
Als passend empfinde ich, für Jungs einen Anzug, bzw. eine Kombination aus Hose, Jacke und Hemd. Die Kleidung sollte in dunkleren Farben, bevorzugt schwarz, gehalten und tadellos in Ordnung sein. Auf allzu extrem gestylte Frisuren sollte ebenso verzichtet werden, wie auf sichtbare Piercings.
Viel Freude beim Ausprobieren, herzlichst Ihre Eva Ruppert |
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Frage von Elke Mackeldey:
Ich bin eine schlanke Frau (Konfektionsgr. 36/38) mit kurzen Haaren. Leider stört mich das ich einen langen dünnen Hals habe. Ich trage deshalb sehr oft Schals oder Tücher.
Meine Frage an Frau Eva Ruppert wäre nun:
Was könnte ich an mir verändern, das mein Hals optisch kürzer wirkt und ich trotzdem Schick aussehe? |
Liebe Frau Mackeldey,
auch wenn ein langer und/oder dünner Hals auf dem Cover einer Illustrierten super aussieht, ist das passende Kleiden eines solchen im Alltag in der Tat gar nicht so einfach.
Achten Sie vor allem darauf, Dekollete und Hals deutlich voneinander abzugrenzen.
Entscheiden Sie sich in der Wahl Ihrer Oberteile für eher halsnahe Ausschnitte, die Ihre Halslänge optisch reduziert und tragen Sie nicht nur aus Witterungsgründen Pullover mit lockerem Rollkragen. Knöpfen Sie die Bluse nicht zu weit auf, ansonsten gehört ein hochgebundenes Halstuch oder eine kurze, deutliche Halskette am unteren Rand des Halses getragen.
Das Volumen von halblangen oder lockigen Haaren, die in halber Höhe des Halses enden, lässt ihn kürzer erscheinen.
Viel Freude beim Ausprobieren, herzlichst Ihre Eva Ruppert |
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Frage von Harald Fiedler:
Meine Stil-Frage:
Was ist zum Tanzstundenabschlussball „tragfähig“ (als älterer Teilnehmer oder Gast)?
Es geht vorwiegend um die Frage männlicherseits – Schlips oder Fliege!
Für die Dame Hose zu Bluse, Rock und Bluse oder Kleid.
Beide Teilnehmer müssen sich ja abstimmen, ansonsten wird man nur schräge Blicke ernten.
Anmerkung: Wir hatten uns für die Farben braun (sie) und grau/gelb (Anzug Herr) entschieden, ob’s gepasst hat wissen wir nicht, wir würden gern die Fachfrau fragen. |
Sehr geehrter Herr Fiedler,
in einem dunkleren, einfarbigen Anzug sind Sie für den Abschlussball immer passend gekleidet. Die Frage ob Langbinder = Krawatte oder Kurzbinder = Fliege, klärt die klassische Stilberatung folgendermaßen:
- der Kurzbinder wird zu einem Hemd mit Stehkragen getragen und ein Stehkragenhemd wiederum gehört zum Smoking oder Frack.
- der Langbinder ist die richtige Wahl für ein Hemd mit Umlegekragen und kann so zu jeder Art Jackett kombiniert werden.
Beides sollten Sie nicht vertauschen, weil Sie sich sonst der besonderen Ausstrahlung des jeweiligen Binders inkl. Hemdkragen berauben.
Die Dame kann sowohl Hosenanzug, Kostüm, Kleid oder Kombinationen wählen. Dass die beiden Outfits im Stil und in den Farben aufeinander abgestimmt werden, macht tatsächlich viel in der Wirkung aus.
Viel Freude beim Ausprobieren, herzlichst Ihre Eva Ruppert |
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Frage von Anneliese Kellermann:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich lese gerne die Service-Seite und finde die aktuelle Serie mit Eva Ruppert sehr interessant.
Ich habe auch eine Frage:
Ich bin ca. 1,55 bis 1,58 groß, schlank und trage wegen meiner Größe nur Absatzschuhe. Kann ich auch flache Schuhe tragen, und welche Kleidung würde dazu passen?
Vielen Dank im Voraus für die Antwort. Sollten Sie die Frage veröffentlichen, bitte keinen Namen angeben. |
Liebe Frau Kellermann,
ein klein wenig Absatz sollte es bei einer Körpergröße von 1,55 bis 1,58 m schon sein. Allerdings kann man auch mit einer geschickten Farbkombination einige optische Zentimeter gewinnen. Tragen Sie beispielsweise Ihre Oberteile immer heller als die Hose, bzw. den Rock und wählen sie Ihr Beinkleid immer farblich abgestimmt auf Strumpfwaren und Schuhe.
Viel Freude beim Ausprobieren, herzlichst Ihre Eva Ruppert |
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Frage von Berta Kowalski:
Sehr geehrte Fr. Ruppert,
ich las mit großem Interesse Ihren Artikel. Da ich selbst auch etwas für den Hausgebrauch schneidere, früher, bis zu meinem 58. Lebensjahr, keinerlei Probleme Figur mäßig kannte, platzte dann plötzlich der Knoten.
Nun, nach 5 Jahren, habe ich einen weiten Oberbauch, welcher mich kleidungsmäßig sehr einschränkt. Auch bin ich es leid, immer nur dunkle Farben zu tragen, da ich mich früher immer gerne in farbenfrohen und knalligen Tönen wohl fühlte.
Röcke trage ich kaum, da ich auch nur 1,58 m groß bin und dann Röcke evtl. ganz lang oder nur halb Knie sein sollten. Die Körpergröße gegenüber dem Umfang spielt eine sehr große Rolle. Was raten Sie mir? |
Liebe Frau Kowalski,
aufgrund Ihrer obigen Beschreibung empfehle ich Ihnen, eine dunkle Körpermitte zu gestalten. Das heißt, tragen Sie Hose, bzw. Rock und Oberteil, z. B. T-Shirt immer in einer dunkleren Farbe. Die dunkle Mitte wirkt kompakt und somit fest, durch die einheitlich dunkle Farbe entsteht kein Eyecatcher in der Brauchregion und last but not least, je länger eine farbliche Strecke, umso schlanker wirkt die Trägerin.
Kombinieren Sie dazu ein offen getragenes farbiges Oberteile, wie Bluse oder Jacke, das bringt wieder Pepp in Ihr Outfit.
Viel Freude beim Ausprobieren, herzlichst Ihre Eva Ruppert |
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Frage von Karin Ramming:
Sehr geehrte Frau Ruppert,
zu Beginn wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie ein gutes, erfolgreiches neues Jahr, vor allem aber Gesundheit.
Mit großem Interesse verfolge ich Ihre Artikel zum Stichwort Stil-Ecke. Hier meine Frage:
Gerne hätte ich gewusst, ob ich in meinem Alter (62 Jahre) eine enge schwarze Leggings und darüber ein legeres Longshirt oder Kurzkleid (bis kurz über die Knie) tragen kann. Oder wäre für mich eine gerade geschnittene Jeans besser. Wenn ja, welche Farbe oder welches Muster würden Sie für das Oberteil wählen.
Kann ich dazu kurze Stiefeletten tragen oder lieber Pumps (entsprechend Anlass) oder flache Stiefel bis unter die Knie. Ich bin 1,66 cm groß, eigentlich noch relativ schlank, aber mit kleinen Pölsterchen um die Taille. Meine Konfektionsgröße ist bei Hosen 42 und Oberteile 42 oder 44. |
Liebe Frau Ramming,
das Tragen von modischer Kleidung ist nicht zwingend eine Frage des nummerischen Alters, sondern vielmehr vom persönlichen Stil, der körperlichen Gegebenheiten und dem jeweiligen Anlass.
Zum Stil: Leggins gehört zum natürlich-sportlichen Stiltyp und kann somit durchaus mit legeren Oberteilen und bequemen Schuhen kombiniert werden. Wenn Sie sich in dieser Kategorie sehen, bestehen keine Bedenken. Wichtig ist allerdings, dass wirklich alle Kombiteile und Accessoires ebenfalls zu diesem Stil
gehören. Das heißt, niemals Pumps zu Leggins!
Zur Figur: Die meist eng anliegenden 7/8 Modelle lassen jedes Gramm zu viel an Gewicht und jeden Zentimeter zu wenig an Beinlänge, deutlich werden. Deshalb Vorsicht bei kurzen, kräftigen Beinen. Jede Hose, die mindestens bis zum Knöchel reicht, wird Ihren Körperbau ausgeglichener wirken lassen.
Zum Anlass: Aus meiner Sicht passen Leggins-Kombinationen allein in den sportlich geprägten Freizeitbereich. Die Assoziation mit ihrem Ursprung, nämlich der Radl- und Strumpfhose, ist bei Leggins doch recht offensichtlich.
Viel Freude beim Ausprobieren, herzlichst Ihre Eva Ruppert |
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Frage von Renate Pfaff:
Sehr geehrte Frau Ruppert,
eingangs möchte ich Sie beglückwünschen, einmal etwas anderes zu tun. Insbesondere etwas zu tun für Frauen in den ländlichen Regionen.
Der Profi-Tipp für Kleine trifft genau auf mich zu. Ich bin allerdings etwas kleiner als 1,63 m (1,56 m). Ich trage nur Gr. 19 (da sind Hosenbeine auch noch zu lang).
Mein Problem ist, da ich gerne Kleider trage und für mein Alter (79 Jahre) leider das Angebot sehr spärlich ist. Ich benötige z. B. für nächsten Sommer zu einem Fest ein schönes Sommerkleid. Um nicht immer Hosen zu tragen, trage ich oft Röcke (62 cm). Also schönen Dank für den Profi-Tipp für Kleine. |
Liebe Frau Pfaff,
das Problem, als „kleine“ Frau auch gern schick gekleidet zu sein, kenne ich von vielen meiner Kundinnen.
Zwei Strategien kann ich Ihnen anbieten, um optisch ein paar Zentimeter zu gewinnen.
Prinzip 1: Helle Farben öffnen Konturen. Das heißt, wenn Sie einen dunkleren Rock und dazu ein helleres Oberteil, z.B. Bluse oder Jacke tragen, wirken Sie an der Schulterlinie offener und somit größer.
Prinzip 2: Je länger eine Farbstrecke ist, desto größer wirkt die Frau, die sie trägt.
Das erreichen Sie, indem Sie Ton-in-Ton-Kombinationen tragen, z. B. ein Kostüm, bzw. Rock und Oberteil in einer sehr ähnlichen Farbe.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Tipps das Einkaufen erleichtern und wünsche Ihnen viel Freude beim Ausprobieren, herzlichst Eva Ruppert |
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Frage von Johanna Anschütz:
Mein Mann ist 1,88 groß, ich 1,55 Meter.
Wie kann ich mich kleiden, um etwas größer zu erscheinen? |
Liebe Frau Anschütz,
das A und O Ihrer Garderobe ist die gute Passform. Je kleiner Sie sind, umso wichtiger ist Kleidung, die richtig gut sitzt.
Darüber hinaus achten Sie auf helle Farben für Ihre Oberteile, wie T-Shirts, Pullover und Jacken, damit wirkt der Körper nach oben offener. Oberteile, die zwischen Taille und knapp unter dem Po enden, sorgen dafür, dass der Oberkörper leicht auf den Beinen sitzt und nicht erdrückt.
Gerade, schmal geschnittene Hosenbeine mit Bügelfalte strecken das Bein. Wenn Sie dann noch farblich auf die Schuhe abgestimmt sind, d. h. keinen farblichen Kontrast bilden mit den Schuhen und Strümpfen, dann zählt optisch auch noch der gestreckte Fuß (= ca. 10 cm) zur Gesamtlänge.
Viel Freude bei der Umsetzung, herzlichst Ihre Eva Ruppert |
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Frage von Ramona Heumann:
Unter der Rubrik „Freizeit“ fand und las ich einen interessanten Beitrag zum Thema Mode und freue mich darüber, dass auch dieses Thema in einer Tageszeitung aufgegriffen wird. Zumal es bestimmt einen Großteil der Leserinnen interessiert. Ich finde es sehr gut, dass ein Profi wie Frau Ruppert Tipps und Tricks zu Stilfragen beantwortet und wertvolle Ratschläge gibt, wie man sich für jede Figur vorteilhaft kleiden kann. Vielen Dank dafür.
Auch ich hätte da speziell eine Frage an Frau Ruppert:
Mein grobes Profil: ich bin 50 Jahre, leider nur 1,53 m groß, 57 kg, schwarze, kurze Haare.
Mein Kleiderschrank beherbergt überwiegend dunkle-schwarze Sachen. Diese Farben ich aber sehr gerne trage. Bei meiner Größe habe ich sehr oft das Problem, Sachen von der Stange zu kaufen. Hosen, Ärmel, Oberteile sind dann oft zu lang, so dass ich kürzen muss und dann hat das mit den Proportionen des Schnittes an meinem Körper nicht mehr hin und sieht unmöglich aus.
Ich wirke dann dadurch oft gedrungen. So wird Einkauf bei mir oft zum Frust. Ich kleide mich gern modisch und feminin. Ich gebe auch zu, dass ich andere Frauen, die modisch und gut gekleidet sind, toll finde und ich auch gerne mal so ausschauen würde. Wobei ich aber kein Problem damit habe, der jeweiligen Person zu sagen, wie gut sie aussieht.
Trotzdem wäre ich auch gerne mal bei meiner Größe ein gut gekleideter, optischer Hingucker. Worauf müsste ich also achten, damit ich vorteilhaft gekleidet bin. |
Liebe Frau Heumann,
ohne Sie „live“ gesehen zu haben, ist es natürlich schwer, ein ideales Gesamt-Outfit zu empfehlen, noch dazu, wenn es ein modischer „Hingucker“ sein soll.
Zur Passform ist zu sagen, dass Sie, auch wenn es jedes Mal eine zusätzliche Investition ist, Ihre Kleidung ändern lassen, damit sie Ihren Körpermaßen, Arme, Beine, entspricht. Nichts wirkt bedrückender als zu große Kleidung bei Menschen im „kurzen“ Maßstab.
Ihre besten Oberteile sollten nicht länger als gesäßbedeckend sein und im Schnitt nicht zu weit.
Auch die Hosen und Röcke wirken besser, wenn sie gerade oder „figurfolgend“ geschnitten sind.
Achten Sie darauf, eine möglichst lange Farbstrecke zu gestalten, tragen Sie zum Beispiel Hose oder Rock und Strumpf und Schuh möglichst in einer ähnlichen Farbe.
Zu den Farben am Oberteil rate ich Ihnen, bei Ihrer Körpergröße von 1,53 m, sich für hellere Farben zu entscheiden, das hebt die Begrenzung nach oben auf und lässt Sie größer erscheinen.
Viel Freude bei der Umsetzung, herzlichst Ihre Eva Ruppert |
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Frage von Diana Letsch:
Sehr geehrte Redaktion,
sehr geehrte Frau Ruppert,
hiermit möchte ich meine Teilnahme am Gewinnspiel bekunden und folgende Fragen stellen:
Welche Röcke kann man bei einer breiten Hüfte und einer schmalen Taille anziehen? |
Liebe Frau Letsch,
die Frage, die sich mir stellt ist, möchten Sie betonen oder ausgleichen?
Wenn Sie Ihre „Sanduhrform“ lieben und die feminine Körperform hervorheben wollen, dann geht das am besten mit einem Pencil-Rock, der der Körperform folgt und sich nach unten leicht verjüngt. Hier heißt es aber Maß halten, denn um wirklich „weiblich“ und nicht „weibchenhaft“ zu wirken, sollte der Rock deutlich länger sein als er, bzw. Ihre Hüfte, breit ist.
Möchten Sie Ihre „Birnenform“ kaschieren, dann empfehle ich einen Godet-Rock, der an der Hüfte locker aufsitzt und nach unten leicht glockig ausfällt. Er kaschiert ideal die üppigen Rundungen bei Po und Oberschenkeln.
Viel Freude bei der Umsetzung, herzlichst Ihre Eva Ruppert |
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Frage von Christian Möcker:
Guten Tag, Frau Ruppert, Liebe Presse!
Wie stehen Sie zu Farbtypen?
Sollten sich Farben immer zweimal wiederspiegeln?
Sprich: Braune Schuhe - brauner Gürtel? |
Lieber Herr Möcker,
als Farbberaterin erlebe ich täglich die positive Wirkung der typeigenen Farben und empfehle sie jedem, der auf natürliche Weise seine individuelle Farbwirkung intensivieren möchte.
Aufeinander abgestimmte Leder- und Metallfarben wirken immer auch stimmiger. Deshalb mein „Ja“ zur Kombination gleichfarbiger Lederwaren, sprich Braun zu Braun und Schwarz zu Schwarz, z. B. bei Lederuhrenarmband, Gürtel und Schuhen. Diese Empfehlung gilt auch für die Metallfarben beim Schmuck, das heißt Silber zu Silber und Gold zu Gold. Die einzige Ausnahme, da Symbol, ist der Ehering.
Viel Freude bei der Umsetzung, herzlichst Ihre Eva Ruppert |
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Frage von Ramona Schmidt:
Sehr geehrte Frau Ruppert,
ich bin 1,50 m groß, Gewicht 50 kg. Größe 36 ist im Bauchbereich zu eng, Größe 38 im Schulterbereich zu groß.
Gerne trage ich Shirt mit Bluse (offen) oder Shirt mit Blazer (offen).
Gibt es Alternativen?
Außerdem würde ich gerne wissen, welche Länge für Blusen bzw. Jacken bei meiner Größe vorteilhaft ist. |
Liebe Frau Schmidt,
Sie liegen gar nicht so falsch, mit Ihren bisherigen Kombinationen. Ergänzend empfehle ich, eine möglichst lange Farbstrecke zu gestalten, das schenkt Ihnen zusätzliche Zentimeter in der Gesamtlänge. Das erreichen Sie am besten, indem Sie Shirt und Hose, bzw. Rock in einer Farbe wählen. Die dazu kombinierte Bluse, bzw. Jacke ist immer etwas heller, damit Ihr Körperabschluss, sprich Schulterlinie, nach oben offen bleibt. Dunkle Farben dagegen würden auf die Gesamterscheinung drücken.
Eine modische Alternative wäre eine Strickjacke, möglichst Feinstrick, die weich fließend gearbeitet ist und sich so dem Körperverhältnis zwischen Taille und Schulter anpasst.
Die Länge Ihrer idealen Oberteile liegt im Bereich zwischen Taille und knapp Gesäß bedeckend.
Viel Freude bei der Umsetzung, herzlichst Ihre Eva Ruppert |
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Frage von Barbara Hartmann:
Was trage ich als Reisende im Flugzeug (Touristenklasse), um schick, aber nicht overdressed
gekleidet zu sein? |
Liebe Frau Hartmann,
bei einem „Flug in der Touristenklasse“ schließe ich auf eine Reise in den Urlaub.
Das heißt es ist ein „casual“-Anlass, bei dem Sie getrost leger auftreten dürfen. Eine Jeans, die die Blutzirkulation nicht einschränkt oder eine edle Leinenhose werden diesem Anlass gerecht. Kombinieren Sie dazu ein schickes leichtes Oberteil und einen bequemen Pullover zum Überziehen, falls es Ihnen im Flieger doch zu kalt wird. Legen Sie Wert auf bequeme Schuhe und um dem typischen „Dicke-Beine-Syndrom“ vorzubeugen, ziehen Sie leicht stützende Stümpfe an, falls Sie lymphatisch veranlagt sind.
Auf die typische Urlaubskleidung, wie Bermudashorts und Trägertops etc. würde ich während der Reise ebenso verzichten, wie auf einen empfindlichen Hosenanzug oder ein Etuikleid.
Viel Freude bei der Umsetzung, herzlichst Ihre Eva Ruppert |
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Frage von Kerstin Wichert:
Welche Jeans ist für Frauen, die klein sind und eine normale Figur haben, voreilhaft? |
Liebe Frau Wichert,
die Wahl der geeigneten Jeans ist von mehreren Faktoren abhängig.
Grundsätzlich empfehle ich bei „normaler“ Figur, eine Jeans mit gerade geschnittenem Hosenbein, eine Boot- oder Boyfriend-Cut. Diese liegen satt auf dem Schuh auf und schenken so optisch einige Zentimeter Bein. Wichtig ist dabei ist, dass die Schuhe keinen farblichen Kontrast zur Hose erzeugen und nicht zu flach sind. Verzichten Sie auch auf das Umkrempeln des Hosenbeinrandes.
Ein weiterer Faktor zum Strecken der Beine ist auch die Hosenbundhöhe, hier sind High-Waist-Jeans deutlich günstiger als Low-Waist-Jeans. Und nicht zuletzt haben auch die Po-Taschen eine enorme Bedeutung, höher angesetzte Taschen heben den Po und verlängern so das Bein in der Rückansicht.
Viel Freude bei der Umsetzung, herzlichst Ihre Eva Ruppert |
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Frage von Christian Möcker:
Frau Ruppert, wie stehen Sie zu den 4 Typen (Frühling, Sommer, Herbst und Wintertyp)!
Sollte man sie immer berücksichtigen oder ist Lieblingsfarbe und Outfit wichtiger?
Ich habe an einer Farb- und Stilberatung teilgenommen, dadurch viele Tipps erhalten, aber die Unsicherheiten haben nicht abgenommen, weil so eine Farb- und Typberatung auch ziemlich einschränkt! (z.B. nur braune Schuhe, keine Schwarzen usw.) - weil Herbsttyp.
Danke für Ihre Antwort! |
Hallo Herr Möcker,
Farbberatung hat das Ziel, Ihre Entscheidung zur typgerechten Farbauswahl zu erleichtern. Auf keinen Fall sollten sie das Gefühl haben, dadurch in Ihrer freien Wahl eingeschränkt zu sein.
Die klassische Farbtypologie basiert auf physikalischen Gesetzen: Licht trifft auf eine Oberfläche und wird je nach deren Struktur reflektiert. So auch bei Ihnen, sprich bei Haut, Augen, Haaren und Ihrer Garderobe.
Zwar stimmt es, dass der Herbsttyp in warmen Farben sehr viel frischer und gesünder aussieht, allerdings beschränkt sich diese Reflexion auf den Radius von max. 30 cm rund um das Gesicht. Das heißt, die besten Farben des Oberteils, eines winterlichen Schals oder einer Kopfbedeckung sind für den Herbstmann entscheidend, sie sollten warm, satt, kompakt und intensiv sein. Alle Farbreflexionen, die außerhalb dieses 30 cm-Rahmens stattfinden, z. B. bei Hose, Strümpfen und Schuhen, beeinflussen die attraktive Ausstrahlung Ihres Gesichts definitiv nicht.
Für mich liegt der Erfolg einer Farb- und Stilberatung in der persönlichen Wohlfühlgarderobe. Dem Herbsttyp schwarze Schuhe zu untersagen entbehrt zum einen jeglicher fachlichen Begründung und fördert andererseits Uniformität.
Mein Tipp ist, schaffen Sie in Gesichtsnähe, z. B. Hemd, Jacke, Pullover, Krawatte etc., eine typgerechte Garderobenbasis und lassen Sie für alle Kleidungsstücke in der unteren Körperhälfte Raum für Ihren individuellen Stil.
Viel Erfolg in der Umsetzung, herzlichst Ihre Eva Ruppert |
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Frage von Karin Böhm:
Geehrte Frau Ruppert,
mit großem Interesse habe ich heute Morgen Ihren Artikel im Freien Wort gelesen.
Ich freue mich, dass die Redakteure endlich einmal auch mein Interesse am Lesen geweckt haben. Ich bin 56 Jahre alt und arbeite schon sehr lange in der Grundschule als Lehrerin. Die Kinder möchten täglich gut gekleidete und frisierte Lehrkräfte sehen und beurteilen mein Äußeres oft sehr kritisch.
Früher habe ich gern hohe Absätze zu meinen Hosen getragen. Zurzeit habe ich aber eine Knöchelverletzung und muss auf den Luxus von höheren Schuhen oder Stiefeln verzichten. Da ich etwas klein geraten bin, 1,63 m, sehe ich, so finde ich, mit meinen flachen Knöchelschuhen etwas „gestaucht“ aus. Welche Hosenbeine würden Sie mir empfehlen, die meine Figur nicht unnötig in die Breite dehnen? |
Liebe Frau Böhm,
über Ihr Interesse am Thema „Guter Stil“ freue ich mich sehr.
Es gibt tatsächlich einige hochwirksame Profi-Tipps, die Sie anwenden können:
Tipp 1: Helle Farben weiten, dunkle Farben drücken.
Tragen Sie eher dunkle Hosen, diese begrenzen die Beine optisch deutlicher als helle Hosen. Ihre Beine wirken damit schlanker.
Tipp 2: Je breiter eine Fläche ist, desto kürzer wirkt sie.
Tragen Sie also keine zu weiten Hosenmodelle, wie beispielsweise Marlenehosen. Besser sind gerade geschnittene Hosen oder Hosen, die nach unten leicht verjüngt geschnitten sind.
Tipp 3: Das Auge folgt einer Strecke bis zum nächsten Kontrast.
Tragen Sie Ton-in Ton-Kombinationen, bei Hose, Strumpf und Schuh, das erzeugt den Eindruck einer längeren Körperstrecke.
Viel Freude bei der Umsetzung, herzlichst Ihre Eva Ruppert |
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Frage 02/2011:
Etwas erstaunt habe ich über die angebliche „Modische Todsünde“ gelesen: „Kurzärmelig plus – Krawatte. Ein kurzärmeliges Hemd ist streng genommen kein Oberhemd, sondern Oberwäsche und eine Krawatte zur Oberwäsche geht gar nicht. Konsequenter sei es, beim kurzärmeligen Hemd auf eine Krawatte zu verzichten.“
Sie verstehen sicher deutlich mehr von Mode als ich. Aber, ist diese Ihre Ansicht noch zeitgemäß? Und Überall gültig. Ich stimme zu für manche, besonders steife Kulturen und wo ausnahmslos alle Räume auf 16°C bis 18°C klimatisiert sind. |
Diesen Einwand vertreten Sie nicht allein.
Noch zeitgemäß? Ja, wir erleben gerade eine Renaissance des klassischen Garderoben Stils.
Überall gültig? Nein, das ist vom Anlass, der Branche und Ihrem persönlichen Stil abhängig.
Zwei Erklärungen kann ich bieten:
1.) Die klassische Stilberatung, wobei klassisch für die Werte „zeitlos“ und „harmonisch“ steht, und die ich aus Überzeugung vertrete, ordnet das Kurzarmhemd dem „sportiven Look“ zu, die Krawatte jedoch steht in ihrem Ausdruck für „Formalität.“ Ein Element würde hier die Wirkung des anderen im Grunde aufheben. Das kann nicht das Ziel einer bewusst kombinierten Garderobe sein.
2.) Die Dress Codes, hier steht das Kurzarmhemd für den „casual“ Anlass und die Krawatte für den „formellen“ Code. Zwei Codes die ebenfalls nicht zusammen gehören, da sie völlig unterschiedlichen Ansprüchen genügen müssen. |
| Aber wie sieht es hier im Sommer in Deutschland aus? Ein Bruchteil der Räume ist klimatisiert. Das Thermometer zeigt innen 26°C an oder mehr. Das Sakko / die Anzugjacke hängt griffbereit aber unbenutzt im Schrank. Und last but not least: Es gibt sehr viele und schöne und hochwertige kurzärmelige Business-Hemden zu kaufen, die man eigentlich nur mit Krawatte tragen kann. Wozu sind diese gedacht? Ist es nicht höflicher, seinen Gesprächspartnern / Kollegen mit kurzem Hemd plus passender Krawatte gegenüber zu treten, als verschwitzt mit langem Hemd und Sakko / Anzugjacke? |
Ihrem letzten Argument stimme ich zu, es ist deutlich attraktiver, seinem Geschäftspartner mit Kurzarmhemd gegenüber zu treten, als verschwitzt zu sein und sich entsprechend unwohl zu fühlen. Solange das Jackett die nackten Arme bedeckt spricht auch kaum* etwas dagegen, nur ablegen sollten Sie das Jackett nicht, es sei denn der „Ranghöhere“ initiiert dies.
* Kaum sage ich deshalb, weil es hier noch eine Steigerung im Dress Code gibt, nämlich den „guten Stil“ im Sinne der Maßschneiderei. Im Fall eines Herrenhemdes hieße das, die Hemdenmanschette schaut ca. eine Daumenbreite aus dem Jackettärmel hervor.
Entscheiden Sie, wie wichtig Ihnen diese Stilaussage im jeweiligen Auftritt ist. |
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Frage 02/2011:
In meiner Familie wird nach dem Essen oft ein heimischer Schnaps oder ein Espresso angeboten. Dabei kam die Frage auf, was die formal korrekte Reihenfolge wäre: Espresso / Café zum Dessert und danach den Verdauungsschnaps oder eine andere Reihenfolge? |
Zwei mögliche Varianten gibt es: Kaffee / Espresso und dazu den Digestif oder Kaffee / Espresso und danach den Digestif.
Wichtiger als die Wahl der Reihenfolge ist, dass es der „verdauungsfördernde“ Kaffee / Espresso ist, den Sie anbieten, bzw. wählen und nicht der milchaufgeschäumte „sättigende“ Cappuccino / Latte Macchiato. |
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Frage 02/2011:
Bei unserem Seminar in Salzburg, im Modul „Exzellente Gastlichkeit beim Business-Dinner,“ kam während des originell formulierten Toasts des Gastgebers der Ausruf „Hört, hört“ von einigen Gästen. Meine Frage: Da ich immer wieder internationale Gäste einlade, interessiert mich, wie „Hört, hört“ im englischen Sprachgebrauch verwendet wird? |
“Hört, hört“ ist ein Ausdruck, der Verstehen und Verständnis zeigen soll, mit vielen unterschiedlichen Aussagen, abhängig von der Intonation des Sprechers.
Zwei meiner Teilnehmer, Frau Sina Windrich (Dolmetscherin) und Herr Felix Stödter, lieferten mir folgende Übersetzungen:
Hear, hear! = sinngemäß: Hört ihn euch an! gilt als zustimmende Äußerung, vor allem im House of Commons.
Hear ya, hear ya! = sinngemäß: Ich verstehe!
Look at him\her! = sinngemäß: Wenn man ihn/sie so sieht, … !
Etwas altertümlicher mutet dagegen “oyze, oyze!” an. |
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Frage 07/2008:
Wie drücke ich in einer schriftlichen Einladung zu einem sommerlichen Klinikfest (größeres Geschäftsessen mit kulturellen Beiträgen) in einem alten Gutspark mit Festzelt aus, dass die Gäste leger und trotzdem elegant gekleidet erscheinen sollten? Die Begriffe „Kleider- oder Anzugsordnung“ gefallen mir nicht so recht. Kennen Sie Alternativen? |
Der Begriff „Smart casual“ hat sich in den letzten Jahren für private und gesellschaftliche Dinners etabliert. Eigentlich heißt casual hemdsärmelig, lässig salopp. Und genau dies wurde auch von den meisten Gästen umgesetzt und sie kamen in gewöhnlicher Straßenkleidung zur Veranstaltung. Deshalb hat man das Wörtchen "smart", (adrett, elegant, modisch-pfiffig) davor gesetzt, um sicher zu stellen, dass die Garderobe der Gäste ein Mindestmaß an Schick und gutem Stil widerspiegelt.
„Smart casual“ kann für den gepflegten Herren einen zwar lässigen, aber durchaus hochwertigen, tadellos sitzenden Anzug bedeuten oder auch eine Kombination aus wirklich guten Jeans und einem schicken Blazer. Eine Krawatte ist dazu nicht notwendig, dafür aber ein teueres Langarmhemd.
Für die Dame bedeutet "Smart casual" ein feminines Kleid, oder eine Kombination aus Rock und Jäckchen, oder eben auch eine hochwertige Jeans mit elegantem Blazer. Hier sollte allerdings nicht an Accessoires und einem guten Make-up gespart werden.
Der Unterschied zwischen smart casual und business-basic ist, dass Ersteres die Betonung auf Eleganz und Mode setzt, der Business-Look verlangt dagegen mehr Sachlichkeit und Professionalität als textiles Signal. |
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Frage 06/2008:
Meine Frau und ich haben eine Einladung von einem tollen Sterne-Restaurant bekommen, das wir als Stammgäste sehr gerne besuchen. Dieses Restaurant bezieht nun neue Räumlichkeiten und hat uns zu einem Champagner-Empfang mit Finger Food zur Eröffnung eingeladen. Nun meine Frage: Soll ich zu dieser Eröffnung den Gastgebern ein Begrüßungsgeschenk mitbringen? Ist dies angebracht, ja oder nein. Bei einer privaten Einladung ist mir dies schon bewusst, aber bei einer Einladung in ein Restaurant weiss ich das leider nicht. |
Der klassische Blumenstrauße ist sehr gut, aber zum Zeitpunkt der Veranstaltung nicht immer willkommen. Er muss untergebracht werden und dies hält zumindest eine Hilfskraft oder gar die Gastgeberin von deren eigentlicher Aufgabe, nämlich dem Kümmern um die Gäste, ab. Bei größeren Veranstaltung wie einem Champagner-Empfang sollten Sie am Vortag den Blumengruß schicken. Es muss kein gewaltiges Bouquet sein, aber mit dieser kleinen, wertschätzenden Geste werden Sie sich, in der Erinnerung des Gastgebers, als höflichen, kultivierten Menschen und stets willkommenen Gast verewigen.
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Frage 09/2007:
Wie stelle ich Personen gegenseitig vor, die mich kennen, sich aber gegenseitig nicht kennen. Würden Sie mich da bitte auf den aktuellen Stand bringen. |
Im geschilderten Fall sollten Sie die Personen dem Rang entsprechend begrüßen und unaufgefordert
einander in folgender Reihenfolge vorstellen:
Der Ranghöchste (Person A) hat das Recht auf Informationsvorsprung, d.h. Sie stellen den Rangniederigeren (Person B) dem Ranghöheren zuerst vor, vielleicht mit den Worten:
"Herr A ich möchte Sie gern mit Herrn B bekannt machen, Herr B ist Leiter der Abteilung ..."
"Herr B, das ist Herr A unser ..."
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Fragen 08/2007:
Wenn eine Rechnung in einer geschlossenen Schatulle kommt
und man möchte mit Kreditkarte zahlen, dann legt man
diese dazu. Wenn man Trinkgeld in Hartgeldform geben möchte,
legt man es doch einfach bei – oder?
Was ist, wenn man das Trinkgeld auch mit der Karte zahlen
möchte? Ist das überhaupt eine höfliche Art
und Weise?
Wie gebe ich dem Personal den Betrag auf ohne den Rechnungsbetrag
vor meinen Gästen zu nennen? Auf die Rechnung schreiben? |
Ja, Sie können
den Trinkgeldbetrag in Hartgeld beilegen, sollten dies jedoch
mit anerkennenden Worten begleiten. Wenn Sie mit der Leistung
nur mäßig zufrieden waren, so geben Sie besser
kein Trinkgeld, als wenig. Teilen Sie den Grund dafür
- allerdings nicht in Anwesenheit Ihrer Gäste - dem Service
mit.
Wenn Sie eine Rechnung bezahlen wollen, sollten Sie das
Trinkgeld stets in bar dazulegen. So kommt es dem Personal
direkt zugute. Ausnahme: Sie brauchen den quittierten Betrag
für Ihre Geschäftsabrechnung.
In Deutschland wird immer versucht, den Rechnungsbetrag
zu verheimlichen. Das ist zwar diskret und höflich gemeint,
aber letztendlich ist der Preis in den meisten Fällen
sowieso aus der Speiskarte ersichtlich. Die stilvolle Art
zu zahlen, ohne die Gäste damit zu behelligen wäre,
kurz an den Tresen zu gehen und die Bezahlung dort abzuwickeln.
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Frage 07/2007:
Morgen habe ich ein Vorstellungsgespräch als Projektingenieur.
Leider weiß ich nicht, wie ich mich bei dieser Hitze
angemessen kleiden kann. Ich habe nur einen schwarzen
Anzug. Kann ich darunter ein schlichtes roséfarbenes
Shirt statt einer Bluse ziehen? und kann ich den Blazer
im Gespräch
ausziehen? |
Selbstverständlich
ist ein schwarzer Anzug überaus korrekt und formell und
unterstreicht ganz sicher die Ernsthaftigkeit Ihrer Bewerbung
und ihr ehrliches Bestreben einen professionellen ersten Eindruck
zu hinterlassen. Schwarz wirkt allerdings in dieser Jahreszeit
sehr "zugeknöpft", von daher ist es wichtig,
diese "Verschlossenheit" durch sommerhafte, lebendige
Farben in den Kombi-Teilen aufzubrechen und so Ihre Aufgeschlossenheit
auch non-verbal zu demonstrieren. Ihr Vorschlag eines rosafarbenen
Shirts ist durchaus akzeptabel, das wirkt auch bei der Hitze
glaubhaft.
Den Blazer sollten Sie allerdings nur ablegen, wenn Ihr
Gegenüber es Ihnen anbietet. Dazu ist es auch wichtig,
dass das Shirt nicht ärmellos ist.
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Frage 07/2007:
Klassischer dunkelbrauner Schuh zu dunkelgrauem bzw.
anthrazit farbenem Anzug? Ja oder nein? |
Diese Kombination
gilt sogar als sehr schick - mit südländischen Flair
- und das nicht erst seit kurzem.
Bereits Cary Grant trug diese Kombination in den 60er Jahren in "Über
den Dächern von Nizza" sehr souverän. Allerdings
nur bei Tage und so gilt auch noch heute: Don't wear brown after
six", nicht nur für Oberbekleidung sondern ebenfalls für
Lederwaren.
Achten Sie bei dieser Zusammenstellung unbedingt darauf,
dass der Braunton aller Lederwaren, wie Schuhe, Gürtel,
Aktentasche und Lederarmband der Uhr übereinstimmen.
Sehr gekonnt wirkt es, dazu eine Krawatte zu finden, die den
Braunton (z. B. Cognac wirkt hochelegant) der Lederwaren in
ihrem Muster aufnimmt.
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Frage 04/2007:
Darf Frau einem Mann Feuer anbieten? |
Warum nicht?
Es kommt auf den Anlass an. Im deutschen Geschäftsleben
gilt das Protokoll, welches besagt, dass Männer und Frauen
gleichberechtigt sind. Es gibt nur Kollegen, Vorgesetzte und
Geschäftspartner, aber es gibt kein „Ladies first.“ Hier
macht es also keinen Unterschied ob der Mann der Frau oder
umgekehrt Feuer gibt. Nach traditioneller Etikette schickt
es sich nicht, bei gesellschaftlichen Anlässen als Dame
dem Herren Feuer anzubieten. Allerdings gehen unsere gesellschaftlichen
Verhaltensregeln größtenteils auf höfische
Regeln aus dem 17. Jahrhundert zurück. Sie entstanden
in einer Zeit, in der Damen durchaus als „schwächeres
und somit zu hofierendes Geschlecht“ galten. Diese Zeiten
sind vorbei. Warum also sollten wir nicht auch die antiquierten
Regeln neu überdenken und dem heutigen Zeitgeist anpassen?
Akzeptieren wir doch endlich den Siegeszug des gesunden Menschenverstandes
gepaart mit dem ehrlichen Wunsch für ein rücksichtvolles
und sympathisches Miteinander.
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Frage 03/2007:
Wie wird eine Papierserviette behandelt? |
Nach neuesten
Erkenntnissen wird die Papierserviette nun auch wie die Stoffserviette
behandelt: Nach dem Essen wird sie nicht auf dem Teller zusammengeknüllt,
sondern locker gefaltet links neben den Teller platziert.
Hier ist auch der „Zwischenparkplatz", wenn Sie
sich an einem Büffet mehrere Male bedienen.
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Frage 02/2007:
Darf man Suppe eigentlich trinken? |
Eine nicht allseits
bekannte Tischsittenregel besagt: Aus einer kleinen Suppentasse
mit Henkeln darf der Rest der Suppe getrunken werden. Wohlgemerkt:
nur der Rest und zwar nachdem eine eventuelle Einlage mit
dem größten
Teil der Flüssigkeit herausgelöffelt ist – Kleckergefahr!
Absolut tabu: Das Brot in die Suppe tunken!
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Frage vom 30.04.2005:
Die Bedienung hat ein
warmes Bier, ein so nicht bestelltes Essen, falsche Getränke
etc. gebracht. Wie reagiere ich? |
| Fehler können überall einmal passieren, das ist gar
keine Frage. Wenn es sich allerdings um gravierende Mängel
handelt, dann sollten Sie umgehend reklamieren, damit der Service
auch die Möglichkeit hat, den Fehler noch zu beheben. Ein
höflicher Mensch wird eine Beschwerde immer diskret und ruhig
anbringen und wenn möglich nicht vor den anderen Gästen.
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Frage vom 18.04.2005:
Ist es noch zeitgemäß, einer Frau die Tür aufzuhalten und
den Vortritt zu lassen? |
Es ist zwar nicht mehr üblich,
der Dame die Autotür zu öffnen, wäre aber durchaus höflich.
Der Herr öffnet die Restaurant-Außentür und lässt
die Dame eintreten. Bei einer weiteren Tür im Innenraum wird er
vor der Dame den Gastraum betreten. Wenn es die Richtung der Türöffnung
oder das Gewicht zum Beispiel einer schweren Glastür nicht zulässt,
diese mit einer Hand aufzuhalten und die Dame vorgehen zu lassen, dann
geht der Herr mit den Worten "Ich darf eben vorausgehen" durch
die Tür und hält diese dann von der anderen Seite aus auf,
so dass die Dame durchgehen kann. Beim Verlassen eines Lokals lässt
der Herr der Dame bei den Innenraumtüren den Vortritt, bei der
Außentür jedoch wird er dann voraus gehen.
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Frage vom 05.04.2005:
Ist es (noch) üblich, beim Frisör ein "Trinkgeld" zu
geben? |
Im deutschsprachigen
Raum muss kein Trinkgeld gegeben werden. Alle Preise beinhalten,
Mehrwertsteuer und Service. Wurden Sie jedoch zu Ihre; Zufriedenheit
bedient, dann geben Sie auch für Haare waschen und legen ein
Dankeschön in Höhe von fünf bis zehn Prozent je nach
Umfang der Dienstleistung.
Das alljährliche Trinkgeld zu Weihnachten wäre ebenfalls eine
Möglichkeit, Ihrem Friseur/Ihrer Friseurin, bei denen sie Stammkunde
sind, zu zeigen, dass Sie mit ihren Leistungen bisher zufrieden waren.
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